Unternehmensnachfolge im Erbrecht: Sicherung Ihres Lebenswerks
- Dr. Nico Schmied

- 15. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Die Nachfolge im Familienunternehmen ist ein entscheidender Punkt der Nachlassplanung. Eine frühzeitige Rechtsgestaltung schützt Firma und Familie zugleich vor steuerlichen und organisatorischen Risiken.
Steuerliche Begünstigungen für Betriebsvermögen
Nach § 13a ErbStG und § 13b ErbStG können bis zu 85 % des Betriebsvermögens steuerfrei bleiben. Bei langfristiger Weiterführung steigt der Freibetrag auf 100 %.
Voraussetzung | Steuerbefreiung |
Fortführung des Betriebs | 85 % |
Fortführung für mindestens 7 Jahre | 100 % |
Mindestlohnsumme für Arbeitnehmer | 400 % des Gesamtlohns in den ersten 5 Jahren |
Gestaltungsmodelle
Vorweggenommene Erbfolge mit Nießbrauchsrecht: schrittweise Übertragung von Geschäftsanteilen
Familienpakte: verbindliche Absprachen zur Rollenverteilung und Dividendenpolitik
Holding-Struktur: Aufteilung von Immobilien und operativem Geschäft zur Risikominimierung
Gesellschaftsvertrag: Nachfolgeklauseln und Stimmrechtsregelungen festlegen
Rechtliche Absicherung
Ehe- und Erbvertrag: Zustimmung des Ehepartners sichern, Pflichtteilsansprüche regeln
Testament für Gesellschafter: Festlegung von Erbquoten und Veräußerungsbeschränkungen
Testamentsvollstreckung: Schutz vor unerwarteten Veräußerungen oder Streit unter Erben
Organisatorische Aspekte
Nachfolgeberatung durch externe Experten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Anwalt).
Management-Training für Nachfolger und Einbindung in strategische Entscheidungen.
Konfliktlösungsklauseln (Mediation, Schiedsgericht) im Gesellschaftsvertrag verankern.
Liquiditätsplanung: Erbschaftsteuerzahlungen vorbereiten, ggf. Policen oder Darlehen nutzen.
Kommunikation mit Mitarbeitern und Kunden frühzeitig gestalten, um Kontinuität zu gewährleisten.
Eine durchdachte Nachfolgeplanung bewahrt Ihre Unternehmenswerte und erleichtert den Generationenwechsel im familiären Betrieb
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