Ehe- und Erbverträge: Vertragliche Sicherheit für Partnerschaft und Nachlass
- Dr. Nico Schmied

- 10. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Ein gemeinsamer Ehe- und Erbvertrag schafft klare Regeln für Vermögen, Unterhalt und Erbfolge. Dadurch beugen Sie späteren Auseinandersetzungen vor und schützen Ihre Familie vor ungeplanten finanziellen Belastungen.
Warum Ehe- und Erbvertrag?
Ein Ehevertrag regelt, wie Ihr Vermögen im Trennungs- oder Erbfall aufgeteilt wird.Ein Erbvertrag legt bereits zu Lebzeiten fest, wer Ihr Vermögen erhält und unter welchen Bedingungen.Kombinierte Verträge bieten beispiellose Sicherheit, da sie nur gemeinsam änderbar sind.
Ehevertrag: Vermögensordnung nach Maß
Güterstand | Kurzbeschreibung |
Zugewinngemeinschaft | Gesetzlicher Standard, Ausgleich bei Scheidung/Tod |
Gütertrennung | Jeder Ehepartner behält sein Vermögen vollständig |
Gütergemeinschaft | Vermögen beider verschmilzt, seltener gewählt |
Individuelle Regelungen: Ausklammerung von Betriebsvermögen, Altersvorsorge, Pflegefall
Versorgungsausgleich: Einigung über Rentenanwartschaften und Unterhalt
Beispiel: Unternehmer vereinbaren im Ehevertrag, dass ihre Firmenanteile nicht ausgeglichen werden müssen
Erbvertrag: Nachlass verbindlich festlegen
Gegenseitige Vermächtnisse und Erbquoten genau definieren
Pflichtteilsbeschränkungen oder -ausschlüsse verbindlich regeln
Bindungswirkung: Änderungen nur mit Zustimmung aller Vertragspartner möglich
Formanforderungen und Praxistipps
Notarielle Beurkundung ist gesetzlich vorgeschrieben
Eintragung ins Zentrale Testamentsregister erhöht Auffindbarkeit
Regelmäßige Aktualisierung empfiehlt sich bei:
Geburt weiterer Kinder
Erwerb oder Verkauf von Immobilien
Gründung oder Veräußerung von Unternehmen
Fazit
Mit einem durchdachten Ehe- und Erbvertrag schaffen Sie Verlässlichkeit für alle Beteiligten. Steuerliche Vorteile, klare Pflichtteilsregelungen und passgenaue Vermögensordnungen tragen dazu bei, dass Ihre Partnerschaft und Ihr Nachlass optimal geschützt sind.
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